Ehemann kauft Hund: Kein Anspruch der Frau auf Herausgabe nach Trennung

Nach einer Trennung wird nicht selten auch um die Haustiere erbittert gestritten. Hat ein Ehepartner das Tier erworben, hat nach einer Trennung der andere Partner keinen Anspruch auf das Tier.

Das Ehepaar hatte noch vor der Heirat einen Labra­dor­welpen bei der Tierhilfe erworben. Die Schutzgebühr betrug 450 Euro, das Tier wurde dem Mann übergeben, der laut Abgabe­vertrag Eigentümer mit allen Rechten und Pflichten wurde. Als sich das Paar trennte, blieb die Hündin beim Ehemann. Der lebte weiterhin im vormals ehelichen Haus mit großem Garten.

Rund neun Monate nach der Trennung verlangte die Frau die Herausgabe der Hündin sowie ein regelmäßiges Umgangs­recht. Die Ex-Partner hatten sich zunächst auf ein Umgangs­recht verständigen können.

Nach einem strei­tigen zweiten Verhand­lungs­termin hatte das Famili­en­ge­richt den Antrag der Ehefrau auf Herausgabe und Umgang mit der Hündin zurückgewiesen. Die Frau legte Beschwerde ein.

Ohne Erfolg. Auch das Oberlan­des­ge­richt war der Auffassung, dass die Frau nicht habe nachweisen können, dass sie Miteigentümerin oder Eigentümerin der Hündin sei. Der Vertrag weise vielmehr den Mann als Eigentümer aus.

Urheber: Famili­enanwälte des Deutschen Anwalt­vereins (DAV)